
Warum wir unsere Badezimmer- und Pergolalampen einem „Belastungstest“ unterziehen
Seien wir ehrlich: Badezimmer und Außenbereiche sind für Elektronikprodukte eine echte Herausforderung. Es gibt starken Dampf, plötzliche Temperaturschwankungen sowie Regen, der alles durchnässt. Das ist eine Rezeptur für Katastrophen.
Wenn die Dichtung einer Infrarotlampe versagt, dringt Feuchtigkeit hinein und erreicht die Elektroden. Dann entsteht ein Kurzschluss oder der Glühfaden geht kaputt. Wir möchten nicht raten, ob eine Lampe standhält – stattdessen prüfen wir sie lieber schon im Labor, damit sie zu Hause nicht kaputtgeht.
Wo es normalerweise zu Problemen kommt
Die meisten dieser Heizgeräte verwenden Quarztuben. Quarz eignet sich zwar hervorragend zum Leiten von Wärme – doch an den Stellen, an denen die Drähte mit dem Glas in Berührung kommen, sind die Schwachstellen. In einem feuchten Badezimmer oder auf einem regnerischen Balkon findet die Feuchtigkeit durch sogenannte Kapillarkräfte ihren Weg ins Innere der Lampe. Das ist wie wenn ein Schwamm Wasser aufnimmt. Sobald die Feuchtigkeit drinnen ist, wird die Reinheit des Halogengases beeinträchtigt. Der Glühfaden oxidiert und bricht schließlich – dann bleibt man ohne Wärme zurück.
Um das zu verhindern, unterziehen wir jede Charge einer Belastungsprüfung unter Feuchtigkeit und Hohtemperatur. Wir lassen die Lampen dabei mehrere hundert Stunden lang in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit bei hohen Temperaturen. Im Grunde handelt es sich dabei um eine „Zeitmaschine“ – wir simulieren so jahrelange Belastungen in nur wenigen Wochen.
Auf der Suche nach dem Bruchpunkt
Wir achten auf zwei Dinge: Sind die Dichtungen dicht genug? Und bleibt die Stromversorgung stabil? Wenn eine Lampe undicht wird, erkennen wir einen Anstieg der Stromstärke oder dass die Tube trüb wird. Wir überwachen außerdem die Widerstandswerte. Wenn diese ansteigen, wissen wir, dass die Verbindungen langsam zerstört werden.
Ich möchte, dass Sie beruhigt sein können. Sie sollten sich keine Sorgen machen müssen, dass Ihre Heizlampe beim ersten Sturm kaputtgeht. Wir bringen die Geräte bis an ihre Grenzen, um sicherzustellen, dass Ihnen das nicht passiert.
Der faire Kompromiss
Das Problem ist: Wenn wir die Dichtungen verbessern und wasserdichte Beschichtungen hinzufügen, ändert sich die Wärmeverteilung etwas. Möglicherweise sinkt die maximale Strahlungsintensität im Vergleich zu einer „normalen“ Lampe. Doch für eine Außenanwendung ist das ein Kompromiss, den ich immer eingehen würde. Ich bevorzuge es, Ihnen eine Lampe zu geben, die drei Jahreszeiten lang zu 90 % Wärme abgibt, anstatt eine Lampe, die drei Wochen lang zu 100 % Wärme abgibt und anschließend kaputtgeht.